HELLERAU Europäisches Zentrum der Künste
Shownotes
Wo liegt dieses Hellerau? Welche Geschichte(n) erzählt das Gebäude des Festspielhauses? In welchen Räumen wird hier freie Kunst produziert?
Ein Rundgang mit Verena Eitel und Dr. Juliane Zellner über das Gelände von Hellerau - dem Europäischen Zentrum der Künste in Dresden.
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00:00:00: Von Brettern und Welten Theater- und Räume hörend erkunden.
00:00:05: Dieser Podcast des Internationalen Theaterinstituts porträtiert Theater anhand ihres räumlichen Erscheinungsbilds, denn in der Architektur den Räumen und auch der Lage von Theaterhäusern spiegeln sich immer die jeweiligen Städte und ihre Gesellschaft wieder.
00:00:20: Mein Name ist Juliane Zellner und ich führe sie durch diese Folge Anlässlich der Verleihung des Theaterpreises des Bundes sind wir heute in Dresden Denn der diesjährige Hauptpreis geht an das Europäische Zentrum der Künste Hellerau.
00:00:33: Man kennt es auch als Festspielhaus Hellerow und dieser Stelle meine herzlichen Glückwünsche an Karina Schlevit und ihr Team, die das Haus seit zwei Achtzehn leiten!
00:00:44: Jetzt zu Ihnen liebe Hörerinnen.
00:00:45: ich freue mich dass Sie uns heute hier nach Dresden begleiten.
00:00:48: Für den heutigen Rundgang bin ich mit Verena Eitel verabredet.
00:00:52: Verena ist Film- und Theaterwissenschaftlerin, sie hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit der Architektur, dem Raum und der Geschichte des Festspielhauses Hellerau beschäftigt.
00:01:02: Ich freue mich daher sehr, dass wir uns heute hier sehen!
00:01:05: Hallo – ich freue mich auch sehr, heute dabei zu sein und auch von mir herzlichen Glückwunsch an Carina Schliebit und die Team.
00:01:12: Gemeinsam mit Ihnen, liebe Hürmde, wollen wir uns auf einen Rundgang über das Areal und durchs Gebäude begeben.
00:01:19: Wir beginnen unseren Walk jetzt an der Straßenbahnhalte Stelle Hellerau.
00:01:22: Hier sind wir angekommen nach einer etwa halbstündigen Fahrt mit der Straßenbahnen vom Hauptbahnhof her, denn das Festspielhaus liegt gar nicht im Zentrum von Dresden wie etwa die Semperoper oder das Stadtschauspiel sondern etwas im Norden der Stadt.
00:01:36: und meine erste Frage, Werena betrifft gleich diese Lage des Hauses?
00:01:40: Wie kommt es dass hier quasi am Stadtrand ein Festspielehaus entstanden ist
00:01:46: Genau, wie du sagst.
00:01:47: Das Produktionshaus Hellerau liegt am Stadtrand aber ganz zentral in der Gartenstadt oder an der Gatenstadt Hellerow.
00:01:57: und diese Garten-Stadt wurde gegründet vor mittlerweile mehr als hundert Jahren – ganz genau, neunzehntenhundertneuen – als eine Wohnsiedlung auf freiem Feld.
00:02:09: also dort war damals nichts, es wurde ganz aus dem Nichts eine Wohnsiedlung erbaut und zwar für die Arbeiter- und Familien der deutschen Bergstätten Hellerau.
00:02:20: Unternehmer, Initiator und Ideenträger von diesem Projekt war Karl Schmidt und diese Wohnsiedlung neben den Bergstädten, die ich schon genannt habe war ausgestattet mit einem Markt, mit Geschäften, mit einem Waschhaus, mit Praxen.
00:02:38: Mit einer Schule also alles was die Arbeiter und ihre Familien für ihr alltägliches Leben brauchten.
00:02:45: Getragen wurde.
00:02:46: diese Idee, Vorbild für diese Idee der Gartenstadt war Die Bewegung der Lebensreform Also eine soziale Reformbewegungen aus dem neunzehnten Jahrhundert stammt Und diese fußte auf der Einheit, auf der Verbindung, auf einer neuen... Auf der Stiftung einer neuen Verbindung von Arbeiten, Leben und Kunst, Kultur und Bildung.
00:03:14: Und dieser damals innovative und auch utopische Gedanke sollte sich dann konkret hier für das Projekt Hellerau mit dem Festspielhaus Hellerau Konkretisieren.
00:03:28: Erbaut, von dem Architekten.
00:03:33: Dafür bekannt geworden Heinrich Tessenow.
00:03:37: Damals noch nicht unbedingt Festspielhaus genannt sondern es wurde gegründet, als Bildungsanstalt für Musik und Rhythmus.
00:03:48: Leiter damals der Schweizer Bildungspädagoge Emil Schakdal-Kross.
00:03:57: Ja, also dieses Projekt das kann man glaube ich nicht genug betonen hat damals wirklich die Kulturelite Europas nach Dresden geholt.
00:04:08: Das war in seinem Ansatz und in seiner umsetzlichen konkreten Umsetzung damals einmalig für den Kontext der Mungard Kunst.
00:04:19: Wir bewegen jetzt hier auch schon von der Kaliebknechtstraße auf dem Weg zum Festspielhaus.
00:04:24: Hier geht die Auffahrt zum Gelände hoch, man sieht mittig jetzt vor sich schon das Festspielhaus liegen.
00:04:30: Wie bisschen wie ein Tempel mit seinen Säulen im Eingangsbereich?
00:04:35: Ja also ich bin auch jedes Mal wenn ich so den ersten Blick auf das Gebäude bekomme wieder fasziniert um auf das einzugehen was du meintest dass es an einen Tempel erinnert was glaube ich als nächstes total auffällt wenn man auf das gebäude schaut ist ausschließlich aus geometrischen Formen besteht.
00:04:57: Rechteck Quadrat, Dreieck... Es hat keine Schnörkel und keine Verziehungen.
00:05:03: aber es hat dieses beeindruckende Eingangsportal ein Portigos mit sechs quadratischen Pfeilern und oben also getragen von dem Portigos das gleichschängliche Dreiecks der Dachgiebelnform eines gleichschänklichen Dreiechs
00:05:22: Und in der Mitte von diesem Giebel, da sieht man ja so ein Yin- und Yangzeichen platziert.
00:05:28: Ist das ein Relikt aus den Neunzigerjahren?
00:05:31: Ja interessant, dass du das fragst!
00:05:32: Von wann das stammt?
00:05:33: Das stammte tatsächlich aus der Gründungszeit aber es war zwischendurch von einem roten Sowjet Stern ersetzt.
00:05:43: Wir sind jetzt auf dem Vorplatz angekommen.
00:05:46: Wenn wir hier stehen fällt auf... ...das ist ja ein riesiges Gebäudeareal Und das ist ausgestattet mit ganz unterschiedlichen Gebäudetypen.
00:05:54: Wir haben einmal zentral vor uns das Festspielhaus, links und rechts also im Westen und im Osten neben der Auffahrt einstöckige Gebäuden und dann ebenfalls links- und rechts vom Festspielhaus zwei lange Gebäuderiegel.
00:06:11: Es ist zwar alles in so einem Beisch-Ocker gehalten und vermittelt damit einen scheinbar homogenen Eindruck, aber die Gebäude scheinen doch aus ganz unterschiedlichen Zeiten zu stemmen.
00:06:22: Weißt du dazu mehr, Verena?
00:06:24: Also hellerer, wenn man über Hellerhaus spricht, meint man häufig das Festspielhaus, aber Hellerau ist eben wirklich auch eine Besonderheit dieses gesamte Gelände – also das Areal mit dem Gebäudenensemble.
00:06:38: Wir können über vier Schichten sprechen.
00:06:40: Die erste Schicht ist die Gründungszeit, neunzehnhundertelf also aus der Gründung Zeit stammen und die stehen gerade östig-und westig von uns.
00:06:52: Vier Pammeljohäuser das waren die Lehrerhäuser.
00:06:57: Also dort hat das Lehrpersonal gelebt.
00:07:00: dann es war ja eine Bildungsanstalt eine Schule was noch dazugehörte hinter dem Festspielhaus gelegen, geplant nur eine Freiluft-Arena.
00:07:12: Heißt der Vorplatz auf den wir hier stehen war ursprünglich von der Wirkung her ganz anders geplant also viel offener als es jetzt ist.
00:07:20: Es sollte ein offener Vorplatz sein, der diese Großzügigkeit, diese Durchlässigkeit auch mit sich gebracht hat.
00:07:31: tatsächlich wurde das Areal des Festspielhauses nur bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs in seiner ursprünglichen Funktion genutzt.
00:07:42: Relativ kurze Zeit?
00:07:44: Ja,
00:07:45: ganz genau.
00:07:46: Dann gab es auch eine kurze Nutzung als Lazarett und auch den Versuch der Wiederbelebung.
00:07:51: Die zweite einschneidende historische Schicht beginnt in den dreißiger Jahren.
00:07:56: die Nazis haben sich das Gelände angeeignet also beschlagnahmt ent-enteignet.
00:08:02: Und jetzt kommen wir eben genau dazu, was du angesprochen hast.
00:08:07: Rechts und links, also seitlich vom Festspielhaus standen ursprünglich je zwei Schülerinwohnhäuser heute aber der Ostflügel- und der Westflüge langgezogene Gebäuderegeln zweistöckig.
00:08:22: Diese beiden Gebäude sind Kaserne die erst in der Nazizeit erbaut wurden.
00:08:29: Das Gelände wurde als Polizeischule genutzt.
00:08:31: So ist es von der Reichspolizei, später auch von
00:08:34: S.A.,
00:08:35: von SS und darauf folgte dann, als wiederum dritte historische Schicht nach dem Zweiten Weltkrieg die Nutzung durch die Sowjetarmee.
00:08:47: Auch die Sowjetsarmee hat zentral das Festspielhaus auch als Lazarett und das Gelände denn auch als Kaserne genutst.
00:08:58: Und wir waren vorhin schon bei dem Zeichen im Giebel des Festspielhauses.
00:09:02: Zu dieser Zeit prangte das eben einen roter Serviettstern.
00:09:07: und dann die vierte historische Schicht, die neunziger Jahre.
00:09:12: Ist das denn die Zeit, wo es zum europäischen Zentrum der Künste wurde?
00:09:17: Ja genau!
00:09:18: Nicht unmittelbar.
00:09:19: also man muss sich vorstellen beginnt da neunzig Jahre, das Gelände war behaupterst wieder zugänglich, nachdem die Sowjet-Armee es verlassen hatte.
00:09:29: Und das gesamte Gelände aber speziell auch das Festspielhaus war in einem sehr kritischen, maroden baufälligen Zustand.
00:09:35: also es war teilweise ein Sturz gefährdet und verschiedenste Akteurinnen haben sich natürlich dafür interessiert.
00:09:41: und die Frage stand im Raum was passiert mit diesem Ort?
00:09:44: Und dann hat eine wiedereneigende Prozess der Wiederaneignung heller raus als Kunstort begonnen.
00:09:51: Künstlerin, KuratorInnen, Architekten sind hierhergekommen und haben ganz zentral den Verein Europäische Werkstatt für Kunst- und Kultur Hellerau gegründet.
00:10:03: Da ist das Europa, das europäische auch schon wieder im Zitel wie du angesprochen hast.
00:10:08: Schon mit drinnen ja?
00:10:09: Genau!
00:10:10: Und eben wir schon angesprochen in diese Phase der neunziger Jahre viel auch die Diskussion wohin möchte man mit diesem Areal mit Helleraus?
00:10:21: was soll ein zukünftiger Nutzungsgedanke sein, ein zukünftiges Nutzungskonzept.
00:10:28: Und was war Hellerau?
00:10:29: Welche Bedeutung hat es und wie kann man diese sehr lebendigen aber auch teilweise konträren Positionen in einem Sanierungskonzepte vereinbaren – in Anführungszeichen vereinbaren?
00:10:42: Letztendlich gab es dann mit begehenden Nullerjahre einen recht umfassendes Sanierungskonzept auf das man sich geeinigt hat, die eben vorangegangen sind Tagungen Architekturwettbewerber.
00:10:55: Wurde denn in dieser Zeit Hellerau als Institution gegründet, so wie wir sie heute kennen?
00:11:01: Also, im Jahr four wurde das Europäische Zentrum der Künste HellerAU gegrünt.
00:11:07: als Institutionsproduktionshaus hat sich noch weiter entwickelt.
00:11:11: Im Jahr zwei tausend achtzehn gab es dann eine Umbenennung.
00:11:18: Neben dieser offiziellen Bezeichnung Europäisches Zentrum der Künste ist ja Hellerau vor allem auch als Festspielhaus bekannt.
00:11:25: Und da man diesen Begriff, vor allem aus Salzburg und bei Reut kennt, möchte ich nochmal kurz erläutern warum wir hier auch diesen Namen eigentlich nutzen.
00:11:36: Er ist nämlich eine Referenz, vor einem an zwei Feste die hier in den neunzehnzehner Jahren gefeiert worden sind als das Haus damals noch eine Bildungsanstalt war.
00:11:46: Das waren die Feste,
00:11:47: die
00:11:48: die Höhepunkte im Ausbildungsjahr der Schülerinnen hier gebildet haben.
00:11:53: Ja so viel dazu.
00:11:55: und jetzt lass uns doch mal in das Gebäude reingehen hier vom Vorplatz aus
00:12:00: durch
00:12:00: diesen Säulenportikos hindurch.
00:12:05: Wir gehen jetzt die Treppen hoch in das Gebäude rein... ...und kommen im Fourier an!
00:12:16: Und man sieht auch ausgehen vom Fourier.
00:12:19: sehr gut nochmal die Einteilung des Gebäudes.
00:12:22: Wir stehen jetzt dem großen Saal gegenüber, also den Mittelbau und sehen rechts- und links davon abgehend die beiden Seitenflügel.
00:12:31: Und jeweils die Seitengebäude legen sich u-förmig um zwei Oberlichtsäle, die rechts und links direkt an den großen Saalangliedern, also auch unmittelbar durch Türen verbunden sind.
00:12:47: West und ein Ostfoyer und das Treppenhaus, das dann in das obere Geschoss führt.
00:12:55: Und hier im Erdgeschoss gehen rechts- und links die Wege zu funktionalen Räumen – also Gadarube, Ticketing, Toiletten und dergleichen Gastronomie.
00:13:11: und im Obergeschoss gibt es auch noch weitere Räume, die teilweise auch für öffentliche Veranstaltungen, Performances, Workshops zur Verfügung stehen.
00:13:20: Und sag mal jetzt hier links und rechts wenn man das Treppenhaus hoch schaut sieht man wie so eine Wandmalerei da oben, die aber verdeckt ist.
00:13:29: was hat's damit auf sich?
00:13:32: Ja, also das sind jeweils Wandgemälde die in der Phase der Nutzung durch die Sowjet-Armee entstanden sind.
00:13:38: Es sind neunundsiebzig.
00:13:41: Das sind Wandmalereien von sowjetischen Soldaten, die den Siegeszug von Moskau nach Berlin, also den Sieg über Hitler Deutschland darstellen.
00:13:56: Eine Rezension sagt auch oder bezeichnet sie als manzialische Comics dass vielleicht ganz passend sein könnte.
00:14:05: Gibt es einen Grund dafür für diesen Umgang mit dieser Verdeckung?
00:14:10: Beide Wandgemälde sind mit einer Art Gase verdeckt, das wurde angebracht zurzeit des Angriffskriegsputins auf die Ukraine.
00:14:22: Diese Wandgemälde fallen natürlich besonders auch oft dadurch, dass dieses Foyer so komplett in weiß gehalten ist Und die Verdeckung macht sie eigentlich noch interessanter.
00:14:33: Aber lass uns mal zu den Zählen zurückkommen, du hattest ja vorhin schon diese Dreiteilungen angesprochen?
00:14:38: Also wir haben diese drei Säle auf der rechten Seite der Dacros-Saal natürlich benannt nach dem ersten Leiter der Bildungsanstalt Emilia Chakda Kross Herr Gajkossal wird als Erweiter des Foyer benutzt oder auch für kleine Performances Kleine Veranstaltungen.
00:14:56: und auf der gegenüberliegenden Seite der Nancy's Biosaal
00:14:59: Wieso jetzt Nancy's Bureau?
00:15:01: Nancy's Büro war hier, und hat ihre Spuren sowohl auf dem Gelände hinterlassen als auch ganz konkret in diesem Saal an den Wänden.
00:15:13: Die Spuren außerhalb auf dem gelände sind leider nicht mehr vorhanden aber ihre Arbeiten in diesem saal an die wenden was natürlich spektakulär ist und deswegen eben Nancy's Bürosaal.
00:15:26: Das heißt, wir haben ja eigentlich wieder eine Schicht.
00:15:28: Vorher hatten wir draußen die verschiedenen Schichten bis in den Neunzigerjahren und das ist jetzt so ein ganz spezifisches Schicht aus den neunzigern Jahren, die sich da eingeschrieben hat?
00:15:38: Ja genau!
00:15:40: Und es ist auch wirklich bemerkenswert wenn man überlegt dass zum einen eines sehr bekannt amerikanische Künstlerinnen hier war, dass Hellerausi angelockt hat, dass sie hier ihre Arbeiten geteilt hat und gleichzeitig parallel, was eben auch in den Neunzigerjahren stattgefunden hat.
00:15:59: Dass sich die lokale aber auch überregionale Szene der freien Darstellendarstellen Künste hier versammelt hat und Arbeiten etabliert hat also diese künstlerischen Aktivitäten, die nicht kontinuierlich aber in einzelnen Projekten stattgefundet haben Und die natürlich auch nochmal ganz besonders für die ostdeutsche und osteuropäische Freie Darstellende ziel stehen.
00:16:22: In den neunziger Jahren hatten wir als Internationales Theaterinstitut, ja in Dresden am Theater der Welt veranstaltet.
00:16:28: Das ist ein großes internationales Theater-Festival.
00:16:31: Weißt du ob Hellarao damals einbezogen war?
00:16:35: Die Ausgabe in das Jahr sixundneinzig hat hier auf Hellaraos stattgefunden und unter anderem im Foyer gerade noch stehen, hat die Installation Alltage von Schmuckallmann und Christian Wotanski stattgefunden.
00:16:49: Die haben hier das Foyerie-Die Treppenhäuser verschiedene Nebenräume und auch den Keller bespielt.
00:16:55: Und man konnte hier auf den Treppenstufen Blumen verwelkte Blumeseen Leintücher waren in den Räumen gespannt mit Windmaschinen und auch mit Eisblöcken gearbeitet.
00:17:08: also eine Arbeit, spürbar tatsächlich in dem Sinne war und sie hat sehr intensiv diesen Maroden, diesen ja vielleicht sogar mobiden Charakter den das Gebäude damals noch hatte.
00:17:25: Also farbige Tapeten die von der Wand geblättert sind damals noch.
00:17:29: Diesen Charakter hat die Arbeit aufgenommen und widerspiegelt.
00:17:32: Auf der einen Seite und auf der anderen Seite kam da auch nochmal wieder der Bezugte den historischen Schichten, also diese Frage nach einer repressiven Ideologie in unterschiedlichen Zeitphasen zum Tragen genauso wie die Gewaltgeschichte, die dem Ort eingeschrieben ist.
00:17:50: Das war ein Thema was sozusagen in den neunziger Jahren immer wieder in künstlerischen Arbeiten aufgenommen wurde und verarbeitet wurde.
00:17:59: Diese marode Art, von der du das sprichst kann man sich heute gar nicht mehr so vorstellen wenn man hier steht.
00:18:04: Es ist alles saniert und durch das Weiß der Wände wirkt es auch sehr clean kann man fast schon sagen.
00:18:10: Ich glaube dass verweist immer wieder auf diese Diskussion in den neunziger Jahren.
00:18:16: Wie geht man mit diesem Gebäude um?
00:18:19: wie geht man dem Erbe um?
00:18:20: was möchte man also?
00:18:22: inwiefern nimmt man das auf wovon man denkt, was es einmal gewesen ist oder inwiefern unterorientiert man sich vielleicht auch stärker an einem zukünftigen Nutzungsgedanken.
00:18:32: An zukünftigem Nutzungskonzeption?
00:18:34: also wer wird hier einmal arbeiten?
00:18:36: Wer wird hier künstlerisch tätig sein und was brauchen diese Aktüben denn dafür?
00:18:42: Und ich glaube diese Diskussion hat sich immer wieder wiederholt und an ganz verschiedenen Aspekten auf dem Gelände und an dem Gebäude entfaltet.
00:18:52: Diese Diskussion, die du da ansprichst ist ja aktueller denn je.
00:18:56: Landaufland abstehen Sanierungen an viele Theaterhäuser stehen unter Denkmalschutz und auch da geht es immer wieder um die Frage was muss eigentlich erhalten werden?
00:19:05: Und was für Aufführungsräume brauchen wir im Heute und vor allem in die Zukunft gedacht?
00:19:13: Diese Frage nach Sanierungskonzepten wird uns noch mal im Saal begegnen.
00:19:18: Lass uns doch einfach mal reingehen!
00:19:20: Gerne.
00:19:22: Also wie sind jetzt hier im Saall?
00:19:24: Und was ich immer wieder faszinierend finde, sind diese größeren Dimensionen.
00:19:29: Also diese Länge des Saals und die Höhe.
00:19:32: Jetzt kann man eben – finde ich auch nochmal auf eine besondere Weise wahrnehmen – dass dieser Saal abgesehen vom Foyer einfach die Gesamtlänge des Gebäudes einnimmt und eben auch die Höhen.
00:19:43: Ja das ist wirklich beeindruckend!
00:19:47: dass wir hier so eine Oberlichtsituation haben.
00:19:49: Es ist kein dunkler Saal, sondern sehr hell und das wird dann noch mal unterstrichen durch dieses Weiß.
00:19:56: Sowohl die Fensterrahmung, die Wände, die Pfeiler am Ende des Raums einfach alles in weiße Farbe getüncht war es ursprünglich auch schon so also diese White Cube Situation.
00:20:16: Also da sind wir jetzt bei der Frage, wie der Raum gestaltet war zur Gründungszeit und mit einem nochmal zurückgehen.
00:20:24: Die Gestaltung geht zurück auf den Szenografen Adolf Abhia in Zusammenarbeit mit dem Architekten Heinrich Thesseno.
00:20:32: Und was einfach als wirklich neue innovative Setzung zu nennen ist diese große Reihenraum-Bühne also dieser Eindruck eines Einheitlichen Raum ist.
00:20:47: Und das war eben deswegen auch so innovativ, weil die gängige Theater Tradition damals er sagte dass es einen Getrenntenraum gibt also ein Bühnenraum und ein Zuschauerraum die sozusagen als zwei getrennte Räume voneinander wahrgenommen und gestaltet wurden häufig noch durch eine durch einen erhobenen und durch ein Portal gerahmten Bühnenraum.
00:21:12: Nein, man hat hier einen Raum.
00:21:17: Die Bereiche waren zwar zugeteilt also der Bühnebereich und den Zuschauerbereich war auch damals gestaltet durch eine fixe Zuschauertribüne aber es war ein einheitlicher Raum.
00:21:38: Das kann man eigentlich gar nicht oft genug betonen, einfach damals sowohl künstlerisch als auch technisch innovativ.
00:21:47: An zwei Merkmalen kann man das nochmal verdeutlichen.
00:21:52: Das eine sind die sogenannte Praktikabeln.
00:22:01: verschiedenen großen beweglichen, quadratischen Stubborn-Daumkörpern und Treppen die man im Raum bewegen konnte unterschiedlich anordnen konnte.
00:22:10: Und damit der Raum auch unterschiedliche Formen einnehmen konnte.
00:22:15: Dann sind wir natürlich auch noch mal in einem ganz interessanten Punkt weil es eben nicht mehr um eine illusionistische Bühne ging.
00:22:23: Es ging nicht mehr darum einen externen illusionistischen Raum in den Innenraum zu holen und über Kulissen und zweidimensionale Bilder eine Raum herzustellen, sondern der Raum.
00:22:37: Und das schließt eben auch eigentlich erst in einem später entstehenden Diskurs an.
00:22:42: Der Raum ist erst entstanden durch das Handeln.
00:22:44: Also der Raum, der nicht a priori existiert, sondern erst entsteht durch das handeln der Aktöinnen die sich darin bewegen, die darin agieren.
00:22:55: Das zweite Merkmal dass man benennen kann war die Lichtgestaltung die auch im Unterschied zur damaligen historischen Praxis stand.
00:23:08: Und da kommt dann Alexander von Salzmann als Xenograf und Lichtgestalter in Spiel, und als weitere wichtiger Akteur.
00:23:17: Also dieser Raum wurde mit Tausenden von Lichtern gestaltet Teilweise auch eingefärbt.
00:23:23: Und diese Lichter schienen durch, vorab präparierte in Öl getauchte Wachstücher hindurch.
00:23:30: und also diese Tücher, diese Wachs-Tücher dieser Tuchbahnen wurden an sämtliche Wände und Decken im Zuschauer- und Bühnbereich angebracht und was dadurch hervorgerufen wurde war ein Effekt dass diese architektonische Struktur dieser kreatratischen Pfeiler verblendet wurde.
00:23:50: heute würde man vielleicht Oder könnte man den Begriff des Immersiven dafür verwenden?
00:23:55: Damit
00:23:55: steht es ja eigentlich im vorkommenen Gegensatz zu dem, was das heute ist.
00:24:00: Also heute wird nicht mehr verblendet, sondern das dominante Weiß unterstreilt eigentlich eher die architektonische Struktur, die damit mehr in den Vordergrund tritt.
00:24:10: Ja, und das Interessant, weil dieses Weiß, was du ansprichst an den Wänden, an der Decke her... Der Boden ist Holzfarben.
00:24:19: Das ziehen wir jetzt im Moment nicht, weil Tanzboden gelegt ist aber der Boden ist eigentlich das einzige was eben Holzfarbe ist.
00:24:25: Das war nicht immer so.
00:24:27: So wie wir den Raum heute gestaltet sehen, das entspricht eben oder geht aus von dem Gestaltungskonzept der Sanierung mit den Jahr zweitausender Jahre.
00:24:38: Früher war auch die Decke, die heute weiß ist eben nicht weiß und sie war holzig dich also Holzfarben.
00:24:44: Das heißt diese starke Dominanz des Weißen ist auch eine Setzung dieses Ernährungskonzeptes gewesen.
00:24:53: Vielleicht ein kurzer Exkurs zum Dach?
00:24:59: Denn das Dach war Anfang der neunziger Jahre den extremen, maroden und einstoßgefährdeten Zustand des Hauses ausgemacht haben.
00:25:11: Also zwei der Dachträger waren auf ihren Auslagern verrutscht und man musste Material, man musste Dachziegel abnehmen um das zu reparieren.
00:25:22: Und für diese Zeit wurde temporär eine transparente Folie auf die Dachkonstruktion gespannt.
00:25:30: Das heißt in diesen ohnehin durch nachträgliche Einbauten ein bisschen geschosse, also eingezogen mit zwischengeschosse verdunkelnden Raum kam plötzlich Tageslicht.
00:25:42: Und viele Künstler und Künstlerin die damals hier agierten fanden das sehr attraktiv diesen Tageslicht durchfluteten Raum.
00:25:56: Aber die Idee, dass das Dach sozusagen offen bleibt für die zukünftige Nutzung stand natürlich wiederum.
00:26:02: Konträr zu Positionen des Denkmalschutzes der dafür plädiert hat, dass ein ursprünglicher Zustand wiederhergestellt wird.
00:26:11: In diesem Aspekt gestaltet man ein Licht durch flutes Dach oder nicht?
00:26:15: Wird klar!
00:26:16: Es gab unterschiedliche Positionen, diese Sanierungsschritte in den neunzigern Jahren begleitet haben, bestimmt haben und auf der einen Seite die ja verblediert haben sich stark an der Nutzung und an der Vision eines zukünftigen Nutzungskonzepts zu orientieren.
00:26:37: Und die anderen dieser stark zurückgeblickt haben was war der Zustand des Hauses zu seiner Gründungszeit?
00:26:44: Und dafür blediert habe dass dieser wieder hergestellt werden sollte.
00:26:47: Wobei wenn man sich es heute anschaut in diesem weiß Ton scheinbar in Funktionsneutralität ist es ja eigentlich kein Zurück in den Ursprungszustand von neunzehn Elf ist, weil das was du erzählt hast hört sich eben überhaupt nicht nach Weiß an sondern nach Öl getränken Tüchern und mit dem Praktikabeln.
00:27:09: also keine funktions neutrale Atmosphäre.
00:27:13: Dahin ist man ja nicht zurückgegangen, sondern hat sich für etwas entschieden was Funktion Neutrales.
00:27:22: Also dieses News-Konzept fußt eben auch auf Setzungen, also Aufsetzungen des Architekturbüros das damals den Wettbewerb gewonnen hat und dass das sozusagen oder seine Idee von einem funktionsneutralen Raum von einer Nutzungsvielfalt durchgesetzt hat und damit installiert hat.
00:27:48: damit sozusagen ja auch wieder eine Schicht in dieser Art gesprochen, dem Gebäude hinzugegeben hat.
00:27:59: Wenn wir jetzt im Raum stehen haben wir hier auf der einen Seite die Zuschauer-Tribüne festinstalliert und auf der anderen Seite eine doch sehr klassische Bühnensituation.
00:28:11: Die Techniker ziehen gerade links und rechts von der Bühr die schwarzen Molternvorhänge auf.
00:28:17: also es wird Eigentlich mutiert die Whitebox gerade zur Blackbox, während wir hier sind.
00:28:24: Ja ich glaube daran schließt sich die Frage an was eine künstlerische Praxis braucht weil Raumnutzung ja auch unmittelbar in Verbindung mit der Infrastruktur eines Hauses steht und Hellerau ist sehr ein lokal national international agierendes Produktionshaus eben auch ein Gastspielhaus, also es lädt künstlerische Positionen ein.
00:28:49: Die Touren die auch in anderen Orten gezeigt werden und die sich in ihrer Konzeption natürlich auch auf Anordnungen ausrichten, auf Bühnen- und Spielanordnungs um auch oder auch an möglichst vielen Orten gezeigt werden zu können Das heißt, diese Idee dass auch eine Produktion vor Ort entsteht und wirklich die Raumkapazitäten voll und ganz ausschöpfen kann.
00:29:20: Es gab ich häufig für die künstlerische Praxis so gar nicht umsetzbar.
00:29:25: es gibt aber natürlich im künstlerschen Programm zahlreiche Beispiele Projekte die dieser Spezifik des Raumes mit aufnehmen und deutlich machen.
00:29:38: Also Projekte zum Beispiel, diese Tribüne die ja fest installiert ist aber sie ist variabel.
00:29:44: Sie kann hier rausgenommen werden, die diese Tribühne eben nicht nutzen sondern die Zuschauer im Raum vielleicht auch bewegt installieren oder die die Türen nach Süden hin
00:29:55: öffnen.
00:29:56: Das Besondere was man im Spielplan von Heller auch sieht ist dass diese räumliche Praxis je nach Gattung sich wieder transformiert, also hier finden nicht nur Sprechtheater statt.
00:30:08: Also ganz im Gegenteil es wird sowohl für Performance genutzt als auch für Tanz.
00:30:12: im Moment ist auf dem Holzboden gerade der Tanzboden ausgelegt hat das zu vorher schon angemerkt aber dass man auch die Möglichkeit hat selbst ein Orchester hier zu platzieren indem er den Boden ausbaut und einen Orchestergraben schafft.
00:30:28: Ja das stimmt!
00:30:29: Es gibt zehn Brandschutztechnisch genehmigte Anordnungen von dem leeren Raum, also ohne Tribüne bis dahin das Teile des Bühnenbohnens gemontiert werden können und ein Orchester-Kamen steht, der auch bespielt werden kann.
00:30:47: Wir haben jetzt über die Bedeutung von Raumnutzung, Raumgestaltung für die Präsentationen und auch die Produktion gesprochen in Hinsicht auf einen Produktionshaus wie Hellerau.
00:30:59: ich glaube einer Aspekt der auch im künstlerischen Das Programm ist sehr präsent, das ist der Begegnung.
00:31:05: Also Orte für Begegenung zu schaffen, ein Ort für Bebegegnungen zu sein und auch hier kommen ja die Räume nochmal ins Spiel.
00:31:12: also wie können Räumen für Bevegungen unterschiedlichster Art genutzt und bereitgestellt werden?
00:31:20: Und dafür ist eben der Kulturgarten ja auch ein ganz prägnantes Beispiel
00:31:26: Ja, dann lass uns doch mal in den Kulturgarten gehen bei dem schon Wetter draußen.
00:31:30: Dann schauen wir uns das auch von außen ein und werfen den Blick von Außen nach Innen.
00:31:38: Wir haben jetzt den großen Hauptzahl durch die Türen in der nördlichen Frontseite verlassen, die uns direkt in diesen Garten, den du gerade erwähnt hast führen.
00:31:50: Und das ist ja wirklich eine Besonderheit, die man sonst in kaum einem Theater findet.
00:31:54: Also wo kann man schon einen Zahl, einen Theater-Saal durch letztlich auf alle Seiten hin verlassen und selbst in einen Garten hinein?
00:32:05: Die Schwelle zwischen außen und innen gibt es eigentlich kaum.
00:32:11: Dieser Kulturgarten, auf den wir jetzt gerade schauen, ist sehr spielorten und findet ihn auch im künstlerischen Programm.
00:32:19: Performance-Konzerte, Workshops finden hier statt.
00:32:24: Es ist ein wichtiger Ort für den heller Treff also auch für Begegnungen von Communities unterschiedlichen Gruppen für unterschiedlichste Aktivitäten und es ist natürlich auch besonders auch für eine Spielstätte ein öffentlicher Ort.
00:32:45: Sowohl was die Nachbarschaft angeht, hier in Hellerau.
00:32:49: Aber auch die KünstlerInnen, die dem Residenzprogramm angehören und damit wird natürlich auch nochmal betont dass Hellerow eben auch ein Ort ist an dem aufgeführt wird also gearbeitet wird aber eben auch temporär gelebt wird.
00:33:09: Und wenn wir jetzt durch diesen Garten schreiten da ja auch noch mal ziemlich viel Fläche einnimmt.
00:33:15: Also wir können quasi über den Garten einmal das Festspielhaus umrunden und kommen dann vorne wieder bei den zeitlichen Riegeln, den ehemaligen Kasernengebäuden an die heute der West- und Ostflügel sind.
00:33:31: Genau wie gehen jetzt hier um das Gebäude herum Richtung Ostflügel?
00:33:37: Das Gebäud, das jetzt zuletzt erst saniert wurde letztes Jahr fertiggestellt und eröffnet.
00:33:45: Eine weitere Spielstätte enthält nämlich einen Blackbox, eine kleinere Spielstädte im Verhältnis zum Saalf.
00:33:52: Und ist da nur die Blackbox untergebracht oder findet sich dann noch ... ne das ist ja ein riesen Gebäude-Riegel.
00:33:58: nochmal?
00:33:59: Ein Probestudio ist dort auch untergebracht Residenz Apartments und auch das Restaurant wird zukünftig dort sein.
00:34:11: Das heißt die Senierung des Ostflügels Das macht ja schon nur meinen gravierenden Unterschied.
00:34:16: auch einfach für die Produktion hier vor Ort.
00:34:19: Du hast jetzt schon die Blackbox erwähnt, aber auch diese Residenz-Apartments.
00:34:24: gerade für hellerer als europäisches Zentrum ist das wahrscheinlich wahnsinnig wichtig internationale Künstlerinnen, die hierher kommen unterbringen zu können.
00:34:33: Damit kann man letztlich das Arbeiten hier vorort erst ermöglichen und das hier zu einem Ort der Arbeit des künstlerischen Schaffens und der künstlerschen Auseinander Zeitung machen.
00:34:43: Und es knüpft damit wieder an den Ursprungsgedanken von neunzehntelf an, Leben und Arbeit
00:34:48: zusammenzubringen.".
00:34:51: Ja der Ostflügel bildet jetzt auch schon die letzte Station auf unserer heutigen Tour nach dem Vorplatz, dem Foyer, dem Hauptzahl- und dem Kulturgarten.
00:35:02: Ich habe heute sehr viel zu diesem Haus, zu diesem Gelände erfahren und das danke dir Verena!
00:35:08: Danke dir für diesen Einblick.
00:35:10: Ja, vielen Dank auch von meiner Seite.
00:35:11: Das hat mich sehr gefreut dabei zu sein!
00:35:14: Als Besonderheit dieses Ortes nämlich wirklich diese Überschreibungen war denen dieses Haus in seiner Geschichte immer wieder ausgesetzt war.
00:35:21: Also es ist ein Ort an dem sich ablesen lässt welche gesellschaftliche Kraft zur welcher historischen Epoche dominant war.
00:35:27: Zum einen weißen Ort des Aufbruchs der Avongard zu Beginn der zehner Jahre, der dann aber durch die Nazis und später dann die sowjetische Armee ganz anders noch mal markiert worden ist.
00:35:37: Nämlich als Lazarett, als Kaserne, als Orte Militarisierung Und dann in den neunzehn-neunziger Jahren dieser Prozesse wieder aneignung, indem man den internationalen Charakter der Anfangsjahre wieder aufgreift und aus diesem Ort ein europäisches Zentrum der Künste macht.
00:35:53: In dem freie Kunst produziert wird – und das im internationalen Maßstab!
00:35:58: Wir hoffen, liebe Hörerinnen, dass Sie heute einen Eindruck von diesem Ort hier gewinnen konnten.
00:36:03: Verstehen Sie es als Einladung herzukommen und selbst unseren Weg nachzugehen und noch weiteres vor Ort zu erkunden?
00:36:09: Und damit verabschieden wir uns heute und grüßen sie aus, fest in Hellerau.
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