Theater Lindenhof
Shownotes
Auf der Schwäbischen Alb in Melchingen befindet sich das Theater Lindenhof. Anfang der 1980er Jahre als private Initiative in einem ehemaligen Gasthof gegründet, hat es sich nicht zuletzt durch den Umbau des Bestands und einen Erweiterungsbau zu einem kulturellen Zentrum entwickelt. Heute vereint der Lindenhof drei Spielstätten und stellt mit seinem Angebot einen Begegnungsort für die Region dar.
Stefan Hallmayer ist Mitbegründer des Theaters Lindenhof und seit 2011 Intendant des Hauses.
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00:00:01: Von Brettern und Welten Theater- und Räume hörend erkunden.
00:00:06: Das ist ein Podcast des Internationalen Theaterinstituts, der Theaterhäuser ausgehend von ihrer Architektur und ihrer räumlichen Lage porträtiert.
00:00:15: Mein Name ist Juliane Zellner.
00:00:17: Liebe Hörende!
00:00:19: Die heutige Folge führt uns in eine Gegend, indem man eigentlich kein Theater wie dieses vermuten würde – das Theater Lindenhof auf der Schwäbischen Alb in Melchingen.
00:00:28: Von Privatleuten vor über vierzig Jahren als kleine Unternehmung gegründet, zieht es heute mehr als fünfundvierzigtausend Menschen pro Jahr an.
00:00:36: Und nun hat es sogar den Theaterpreis des Bundes in der Sparte Privattheater gewonnen!
00:00:43: Nach über einer Autostunde komme ich einem ehemaligen Gasthof an und gleich auf den ersten Blick zeigt sich die bauliche Entwicklung – wer Gasthoff und eine Scheune wurden durch einen gläsernen Neubau verbunden.
00:00:55: Liebe Hörende, dieses Gebäude wollen wir heute gemeinsam begehen!
00:00:59: Dafür bin ich mit Stefan Hallmayer, dem langjährigen Intendanten des Theater Lindenhofs verabredet.
00:01:05: Ich treffe Herrn Hallmayern direkt vor dem alten Gasthof.
00:01:10: Vielen Dank.
00:01:11: Es freut mich sehr, dass Sie da sind und Interesse an unserem Theater zeigen.
00:01:16: Und gerne führe ich sie durch unser eigenwilliges und besonderes Theater.
00:01:23: Wir stehen jetzt direkt vorm Haus.
00:01:25: Hier in der Hauptstraße liegt es.
00:01:27: Kleiner je beim Rathaus habe ich gesehen?
00:01:29: Ja, erzählen Sie gerne.
00:01:31: Wir sind jetzt hier direkt vor der ehemalige Linde.
00:01:35: Wir haben die Linde ja dann umbenannt in den Lindenhof.
00:01:40: Dazu komme ich später noch mal.
00:01:42: und die Linge steht direkt nach dem Rathaus und auch direkt an der Straße unter den Lenden was auf der Späbischen Alp wir sind hier siebenhundertsechsunddreißig Meter über dem Meeresspiegel gar nicht so üblich ist.
00:01:58: Da müssen die Linden schon kämpfen wegen der Temperaturen.
00:02:02: und wie gesagt, also die Linde war ... Die Dorfgaststätte in der Mitte des Dorfes da kamen die Menschen zusammen, da waren auch die Feste oben im Tanzahl den wir gleich anschauen werden.
00:02:19: Da waren auch Beerdigungen die Hochzeiten, die Daufwester, die Fahrschingsfeiern So wie viele Gaststädte, das hat hier auf der Alp angefangen schon in den Siebzigerjahren.
00:02:31: In den Achtziger Jahren gab es im ländlichen Raum Gaststättensterben.
00:02:38: Gleichzeitig war das die Zeitende des Siebzigers wo wir als Schülergruppe schon aktiv waren Die Gründer des Lindenhof.
00:02:47: sie waren Wir kommen aus der Gegend also sind Dorf nicht sozialisierte und waren aber in Räutlingen-Tübingen unterwegs.
00:02:57: Da durften wir bei den Theatern dort proben, unsere Stücke uns ausdenken.
00:03:05: Wir hatten ein-, zwei Jahre immer gebraucht bis wir ein Stück fertig hatten Und da kam dann so dieser Trau von einem eigenen Theater auf.
00:03:14: Ein Teil von uns hatte ein bisschen Geld und die anderen hatten große Lust, etwas anderes zu tun als das was unsere Väter für uns vorgesehen haben.
00:03:27: Heute sage ich, Littenhof ist eigentlich auch ein Selbstermächtigungsprojekt gegen das Patriarchat.
00:03:36: Wir wollten uns wehren mit Mitteln der Kunst, gegen was eigentlich für uns als junge Männer vorgesehen waren.
00:03:44: und so war dann auch das öste Stück.
00:03:46: Das hieß Semmerkalle oder Kräune.
00:03:49: also sind wir Männer oder nicht?
00:03:51: Und da ging es darum eine reale Geschichte dass jemand aus unserem Umfeld ein Freund sich das Leben genommen hatte, weil er zum Nährdienst sollte aber das nicht wollte.
00:04:06: Also es war eine Ebene, das ist dann komplexer.
00:04:09: ein Mensch hat sich entscheidet aus dem Leben zu gehen.
00:04:12: Das will ich jetzt nicht so sehr.
00:04:13: Aber trotzdem mal sozusagen dieser Druck der auf uns als junge Männer war also Männer im historischen traditionellen Sinne zu sein sehr groß.
00:04:25: und es war Wie gesagt haben wir, das muss was anderes geben.
00:04:31: Und dann war eben auch die Linde stand leer und dann wurde sie gekauft.
00:04:40: Dann sind wir ... Das ist jetzt tatsächlich ... ... forty-fünf Jahre her mit Uwe.
00:04:47: Einer der Mitkünder Uwe Zellmer und Bernhard Thorn.
00:04:53: Ich war ja damals der Jüngste.
00:04:55: Die ... Die waren auch aktiver als ich damals.
00:04:59: Aber mit dem bin ich da reingegangen, als wir uns davor schliessen.
00:05:02: Ein prächtiges Haus.
00:05:04: oben waren die Gästezimmer und die Kneipe.
00:05:07: Und dahinter kommt ein Hof und wieder hinter dem Hof eine große Scheune.
00:05:13: Da kommen wir noch dazu zu einer Theaterscheune umgebaut hatten.
00:05:17: Als ich damals reingeh, haben wir die Tür aufgemacht, dann stand alles unter Wasser.
00:05:21: Das war im Dezember.
00:05:23: Wir stellten fest, dass ganz oben ein Wasserrohrbruch war.
00:05:27: Und auch die Zwischendecken feucht waren ... Der erste Gann war dann hier zum Glänkener von Mälchen, zum Flaschner und zum Herberner.
00:05:38: Da hat sich schon die Beziehung entwickelt, da mussten wir diesen Rohrbruch stoppen.
00:05:44: Dann hatten wir das im Dezember-八zig.
00:05:48: Dann haben wir das so einigermaßen ... Hergerichtet, sodass wir im Mai deiner ersten Präviere hier hatten.
00:05:58: Mit dem Stück Semmerkawai oder Kräune.
00:06:02: Die war dann im ehemaligen Tanzzahl.
00:06:06: Vielleicht machen wir jetzt einfach ein Dosshaus ... Sehen
00:06:09: wir noch einmal?
00:06:09: ... können wir da weiterreden.
00:06:11: Genau, gehen wir einmal rein durch diese Tür hier.
00:06:18: Und hier ist, weil ich es gerade sehe – also auch das Kartenbüro dann drin.
00:06:22: Service- und Kartenbüros vom Theater Lindenhof.
00:06:24: aber auf der rechten Seite ist eine Gaststätte.
00:06:26: Ja
00:06:27: was wir hier auch geworden sind und was wir die letzten Jahre noch mehr strukturell versucht haben zu erweitern, ist dass wir ein Begegnungsort immer sein und bleiben wollten, aber da noch mehr dazu einladen.
00:06:45: Also wir sind jetzt reingekommen, deshalb haben wir rechts die Theatergaststätte.
00:06:50: Die wichtig ist für uns... Man muss sich so vorstellen natürlich kommt das Grot.
00:06:55: Unseres Pub bekommt es nicht aus Milchingen, die kommen aus der Region Tübingen, Räutlingen dann andererseits Richtung Siekmaringen, Barlinge, Alpstadt aber auch aus Stuttgart und so haben neunzig Prozent unserer Besucher eine lange Reise hinter sich Und die fahren hoch auf die Alb.
00:07:13: Schon das für uns immer sehr, sehr wesentlich.
00:07:17: Wie werde ich empfangen?
00:07:18: Also und da muss es ein Angebot geben auch eine Kleinigkeit essen zu können.
00:07:23: Deshalb war uns die Theatergaststätte immer wichtig.
00:07:27: man kann auch Sommer draußen vor der Tür sitzen Und wir haben eben links das Warmal des Gratenbüro Das haben wir dann erweitert und in den Service Büro weil eben auch im Zuge, dass das Infrastrukturendorfliche immer zurückgebaut wurden.
00:07:45: Auch von der Gemeinde und wir aber als Einrichtungen immer gewachsen sind und Räume dann auch bauen konnten und haben wie gesagt ja wir können ja auch hier Wanderkarten ausgeben oder gelbe Säcke für die Leute, weil es keine Station mehr in Märchen gibt wo die gelbe säcke ausgeht.
00:08:09: Wir können sogar sagen, wir haben eine Theater-Garderobe.
00:08:13: Die brauchen wir tagsüber nicht.
00:08:15: Da kommt jetzt einmal in der Woche der Friseur und da kann man sich die Haare schneiden lassen.
00:08:21: Und das war eben ... Jetzt gehen wir hoch in den Tanzhaar.
00:08:25: Das sind sozusagen die Infrastrukturen, die wir hier im Arthal haben.
00:08:33: Hier oben gibt es dann, wo früher schon die Übernachtungszimmer waren auch ein paar Büros.
00:08:39: Und hier ist jetzt im ersten Stock, das ist der ehemalige Tanzhaar.
00:08:45: Der ist ungefähr hundert Quadratmeter groß und hat eben diese Holzdecke...
00:08:51: Ja noch der ganze Scham letztlich
00:08:53: eines
00:08:54: ehemalligen Tanzhalts.
00:08:57: Das wollten wir auch so lassen.
00:09:00: Vielleicht nur wenn wir in den Zeiten springen muss ich deutlich machen dass wir hier also in der einen Hälfte Da saß das Publikum auf Bierbänken, da hatten wir hundertdreißig Leute reingepresst vor forty-fünf Jahren.
00:09:16: Wo heute nur noch siebzig sitzen dürfen.
00:09:19: und auf der anderen Seite haben wir dann gespielt immer auch als Ensemble also die ersten Produktionen und das ist etwas was wir bis heute als eine Säule unserer Arbeit empfinden ein Festesungsraum zu haben.
00:09:38: Also wenn wir auch da jetzt heute auf den Littenhof schauen, es gibt ganz wenig Privattheater die das sozusagen als Fundament der Arbeit betrachten, diesen Kollektivgedanken aus dem wir herkamen und da hat mir dann gespielt am Anfang stüge immer so mit zehn Leuten und mehr.
00:09:58: Es
00:09:58: ist aber eine ganz schön große Besetzung für so einen Raum also mit zehn Leute.
00:10:03: Wahnsinn!
00:10:05: So, das war so in den Einen und Achtzig bis in die Neunziger Jahre hinein.
00:10:09: Haben wir dann hauptsächlich hier gespielt?
00:10:12: Wie gesagt, ein haben studiert, der anderen gearbeitet.
00:10:16: Ich hatte meine Lehr- und Wanderjahre, habe viele Theaterprojekte im Ausland gemacht Und sind immer wieder zurückgekommen, Wochenends haben uns hier getroffen Jeder hat fünf Mark mitgebracht Dann haben wir geprobt und gekocht und vor allem gebaut Und abends sind wir da auf die Bühne.
00:10:35: Und wie ist das hier im Ort so aufgenommen worden?
00:10:38: Also war dir da gleich eine feste Größe in Mälchenen?
00:10:42: Nein, gar nicht.
00:10:45: Wir waren schon für die Mälchinger, die die Frieds, die Verrückten auch ein Haufen Linker politisch betrachtet.
00:10:56: Das ist ja schon auch eine sehr konservative Gegend.
00:11:00: Mälchingen und rumrum war eine CDU Hochburg, die man es heute gar nicht mehr kennt.
00:11:07: Also mit siebzig, achtzig Prozent und es sind auch jetzt wie der AfD nicht schlecht dabei leider.
00:11:16: Es gibt ein paar Stimmen, die ich mir noch weiß.
00:11:18: also zum Beispiel ja lasst die einfach machen.
00:11:22: Die sind zwei Jahre da und dann sind die wieder weg.
00:11:25: Und das war vielleicht jetzt verbüffend weil wir dann doch Obwohl die ausbrechen wollten, aus dem Autoritären hatten wir dann doch vielleicht auch die schwerbische Dicköpfigkeit unserer Eltern trotzdem in unseren Genen und gesagt, nee.
00:11:44: Wir machen weiter!
00:11:46: Ja?
00:11:47: Und es ging immer weiter...
00:11:49: Und jetzt ist das eine fest etablierte Größe seit forty-fünf Jahren und ihr habt sogar den Theaterpreis des Bundes bekommen.
00:11:55: Die Beziehung zu Märchingen hat sich eben immer weiterentwickelt und wirklich auch positiv.
00:12:04: Das muss man sagen, es gab dann auch eine Eigenart unserer Bühne war.
00:12:11: Es war ja klar dass wir an diesem Ortverwicht einfach nur sagen können So jetzt waren wir hier ein Theater Und wir spielen hier vier fünf mal die Woche unterladen prompt Die Leute mussten von weit her kommen sind aber auch gemacht.
00:12:26: gleichzeitig waren wir auch so ein Kollektiv und hatten da also auch den Traum der Fahrenden.
00:12:33: Und haben mir immer gesagt, nee, wir wollen die Stücke auch so erstellen dass wir rausgehen können aufs Land.
00:12:38: Ja!
00:12:38: Und so haben wir auch investiert in diese Art der Tunee-Tätigkeit mit einem Netzwerk aufgebaut.
00:12:46: aber wir sind vor allem was ja auch Struktur betrifft.
00:12:52: Binde ich ein sehr modernes Theater den Partizipationsgedanken, wir sind ja Selbstquereinsteiger.
00:12:58: Also der ist bei uns in den Genen und das hatten wir schon praktiziert bevor die Fachwelt diesen Begriff kreiert hat.
00:13:06: Das ist ja das Schöne an Theatern dass man Theater so und so machen kann, dass es viele Wege gibt Und das ist jetzt einer, wie wir das gemacht haben.
00:13:18: Es ist uns auch an einem Ort gelungen wo sozusagen die Mehrheit um uns herum gar nicht gewollt hat.
00:13:24: Eine politische Mehrheit für uns gibt es nicht.
00:13:28: Hier wird es nie geben... Die Bundesrepublik braucht, muss sozusagen akzeptieren gerade in den jetzigen Zeiten.
00:13:38: Dass der Erfolg des Landes auf Vielfalt und Dezentralität berufen und sich nicht darauf einlassen dass manche sagen ne die Vielfald ist der Tod dieser Demokratie es ist da Gegenteil.
00:13:50: Und so und da sind wir finde ich schon auch ein Beispiel.
00:13:56: und vielfalt geht ja nur auch durch Unterschiedlichkeit.
00:14:01: Und wir müssen es anders machen, als die Kollegen in Leipzig oder in Düsseldorf und können das auch.
00:14:10: Und trotzdem wollen wir immer nach außen sagen Wir sind aber jetzt keine Experten fürs ländliche.
00:14:19: Unsere Leidenschaft ist Theatermachen für ein Publikum und am besten für jedes Publikums.
00:14:26: Und darf ich kurz fragen, wie ist denn hier die Theater-Dichte so?
00:14:29: Sie haben vorher schon gesagt, sie kommen aus Stuttgart und Räutlingen.
00:14:33: Aus Tübingen.
00:14:35: Wo wäre dann das nächste Theater von Reuchingen aus?
00:14:42: Es gibt eine halbe Stunde von hier ein bisschen mehr je nach Verkehrslage.
00:14:47: Ist Tübingen auf der einen Seite und in die andere Richtung Räudlingen.
00:14:51: Und Tüdingen hat ja zwei Theater, einer Landesbühne und ein Zimmertheater und Reutlingen hat das Theater in der Tonne als Stadttheater.
00:15:01: Und dann ist es von hier eine starke Stunde nach Stuttgart mit sehr vielen verschiedenen Theatern, also es gibt schon die Theater-Szene in Baden-Württemberg ist schon reich, aber eben außerdem zwei Städten so im nahe Reich, weil die typischen Reutlinger sind vor allem in die andere Richtung, Richtung Bodensee.
00:15:26: Es gibt hier eine große Amateur-Theatertradition auch im ländlichen von den Vereinen, die dann um Weihnachten herum meistens so ihre Stücke machen.
00:15:36: Da in den Turnhallen aber da geht es um drei bis fünf Aufführungen pro Jahr.
00:15:42: Aber... So ein
00:15:43: professionelles Theater wie hier das Theater Lindenhof gibt's jetzt auf den Dörfern wahrscheinlich nicht?
00:15:48: Das
00:15:48: erhebt es nicht.
00:15:50: und da gibt es auch vieles.
00:15:52: also auch in den kleineren Städten, da sind ja dann keine Daufer mehr.
00:15:57: Dagimar, Biberach, Saugau... Das sind die Städte wo wir regelmäßig spielen oder das Kulturangebot von den dortigen Kulturemtern und ihren Leuten gemacht wird und die laden dann verschiedene Gruppen ein zum Beispiel uns.
00:16:18: Also hier jetzt noch vielleicht zum Tanzsaal weil wir auch ein bisschen die Architektur bitte beleuchten wollten und da gab es eine schöne Entdeckung, als wir dann wie gesagt das gab hier eben den Leerstand.
00:16:33: Und dann haben wir angefangen zu spielen und dann haben ja angefangen zur Renovierung.
00:16:37: Dann hatten wir hier einen alten Boden rausgemacht und dann kamen Pausende von Nähnaden raus und dann hatten wir das mal recherchiert und das war vor dem Leer-Stand bis in die siebziger Jahre einen Textilboom auf der Schwäbischen Alp.
00:16:56: Also da wurde in jedem ehemaligen Stall oder Haushalt genäht, also es hieß bestimmte Kleidungsstücke kamen neunzig Prozent von der Alpe das sind hier Albstadt die großen Textilfirmen, die es zum Teil heute noch gibt und diese Produktion wo man viel von Hand nähen musste würde dann eben Verlage nach Osten und später nach Asien.
00:17:18: aber dieser heute unser kleiner Theater Saal Der war über vier Jahre hinweg Näsal.
00:17:25: Die brauchen aus dem Ort hier genäht, tagsüber.
00:17:30: Und dann kam der Lehrstand und dann kamen wir.
00:17:33: Das
00:17:34: ist eine schöne Geschichte ja!
00:17:38: Okay, wenn man jetzt aus diesem alten Theater raus schaut sieht man schon... Hier beginnt ein Neubau?
00:17:45: Ja Also vielleicht bleiben wir gerade an dieser Schwünschte her, also gehen raus in Richtung Neubau.
00:17:53: Das hört sich dann auch anders an.
00:17:56: und dann sind wir jetzt eben genau zwischen dem Haupthaus wo unten die Kneipe ist und unser Kartenbüro und oben der alte Tannzahl heute im Theatersaal und rechts sieht man die große Schäume im ehemaligen Innenhof, den wir einfach verglasst haben nach vorne und oben einen Dach drauf gemacht haben.
00:18:21: Also das was früher der Innenhof in Freien war ist heute unser Foyer überdacht und eben von diesem Innenhof aus.
00:18:32: es ist absichtlich so gebaut worden Das ist unser Marktplatz da kommen die Leute zusammen Da ist diese große Treppe mit der wir jetzt alle Räume, die wir jetzt haben Und das sind eben neben dem ehemaligen Tanzsaal auch die Theater-Schäune, die viel größer ist.
00:18:50: Die wir dann zu unserem Hauptsaal ausgebaut haben und wir haben einfach in diesen ehemalsigen Hof eine Treppe und ein Aufzug gemacht.
00:19:01: Das wird barrierefrei auf die verschiedenen Räume, die auf verschiedenen Höhenniveaus oben sind reinkommen.
00:19:12: also hier Da nochmal zu die Tanzzahl, da drüben zur Scheune und wenn man unten durchgeht ins Studio.
00:19:18: Also ist dieses Ankommen des Publikums alles im Artgeschoss?
00:19:22: Da gibt es viel Platz und da ist das jetzt warm.
00:19:25: Früher mussten die Leute aus dem Haupthaus raus, da die Karte holen und dann durch die Kälte im Hof und hinten in der Scheune wieder rein.
00:19:33: Und das ist jetzt sozusagen ein Gebäude in einer Hühle!
00:19:38: Und wie kam es überhaupt zu diesem Neubau?
00:19:41: Also spielt ja auch Geld eine maßgebliche Rolle.
00:19:44: Wie habt ihr das hinbekommen, hier diesen Neubbau zu bekommen?
00:19:47: und wann war das?
00:19:50: Wir hatten Eighty-Einzig eröffnend und dann ging es eben ab den Neunzigerjahren haben wir die Scheune schon bespielt.
00:20:00: Das war aber alles sehr improvisiert, formal wie in einem Zelt mit zur Zeltheizung oder zur Gebläse und außen solche Treppen hingemacht, dass wir jetzt wegen den Fluchtwegen die Auflagen sind da immer recht hoch.
00:20:14: Und dann hatten wir schon Ende der Neunziger gesagt, wir wollen das richtig machen.
00:20:18: Da kamen auch vom Land.
00:20:20: ja ihr seid schon ein Interesse an, dass die Abend.
00:20:22: so kann man vielleicht schon drüber nachdenken aber ich müsste aus meiner klaren Struktur haben.
00:20:25: Wer neben gehört das eigentlich?
00:20:27: Und wer baut dann?
00:20:28: und so... Und so haben wir nach vielem hin und her dann uns in Richtung einer Stiftung bewegt, die es seit Jahrzehntausendelf gibt.
00:20:37: Und hatten da zu dem Zeitpunkt schon viele Jahre einen Sanierungseuro auf die Karte erhoben, also angespart bei unserem Publikum, dass wir, wir wussten mir selbst auch etwas bringen, dann haben wir eine größere Chance das Geldgeber mitziehen.
00:20:54: und dann gab es die Zusage von einer Milon vom Ministerium für ländlichen Raum damals.
00:21:00: Und gewisse Zusagen auch aus den Landkreisen, da haben wir das so... gab's ein Finanzierungsmix, auch einen großen Eigenanteil über Kredit von uns mit siebenhunderttausend Euro und haben dann das umgebaut, zwei tausendsebzehn, achtzehn-und neunzehnt dann endlich.
00:21:19: ja also haben zehn, fünfzehn Jahre nach dem Geld geschaut und dann hatten wir es umgebaut.
00:21:27: Endlich, ja, im Jahr zwei Tausend neunzehn war es dann fertig.
00:21:30: aber dann kam Corona.
00:21:32: Dann hat mir extra umgebaut damit die Leute hier strömen und schwärmen und dann kam die Distanz was eine schwere Zeit war also auch für uns auch emotional gerade weil man bildlich dann investiert hat dafür dass das noch reicherer und angenehmeren Begegnungsort wird.
00:21:51: und dann war die Begegnung das Problem So, also so kamen wir zum Umbau.
00:21:58: Jetzt normalisiert sich das... Wir haben wieder Zuschauerzahlen in Richtung die Vorcorona.
00:22:04: Das hat gedauert, muss man echt sagen und wir sind heute total froh dass wir das gemacht haben mit der Stiftung weil das Theater gehört uns.
00:22:15: da haben wir heute jetzt im Vergleich zu anderen Theatern viel weniger noch mit Stadt oder Gemeinde, Besitzern und Verpächtern zu tun.
00:22:28: Gleichzeitig sind wir – ich fand es kurios, dass wir in Berlin beim Theaterpreis des Bundes, wo wir den abgerollt hatten -, dass da die Mitarbeitende nach zweiundzwanzig Jahren immer herum gerannt sind und sagen, wir müssen hier um das Eck rum und da weg.
00:22:43: Da gibt es Lärmbeschwerden!
00:22:46: Wir können hier haben, wir haben keine Probleme mit unseren Nachbarn.
00:22:49: Das gibt bei uns auch einen Dorf nicht.
00:22:51: Obwohl es mitten im Dorf
00:22:52: ist?
00:22:53: Auch wenn wir mal netten Fest machen.
00:22:54: Da sagt die Elfriede hinten eine Nachbarin, so ältere Frau Rätnerin.
00:22:59: Ja okay macht das aber dann musst du mir wieder mal ne Freikarte geben und das machen wir dann ja!
00:23:05: Wir haben da tolle Nachbaren und wenn ich's eingangs gesagt habe also jetzt Verhältnisse Zu den Märchengen hat sich verändert.
00:23:14: Wir wissen natürlich, dass dieser Ort auch durch uns eine Sichtbarkeit draußen in der Welt erfährt und heute sind sie stolz auf uns ja!
00:23:23: Wir bieten die Räume auch an – das ist auch ein Prinzip.
00:23:25: Ich finde das Vorhalten von Theaterräumen den ganzen Tag über für zwei Stunden abends eigentlich nicht nachhaltig.
00:23:33: also die Röme sind für Begegnungen da, die auch nicht über Theateraufführung initiiert werden können Primär schon, aber wir sind wie ein Theater.
00:23:45: Aber wir teilen die Räume mit der Gemeinschaft.
00:23:49: Und das vor jeder ist jetzt eine riesige Glasfront, wo man aufs Dorf rausschauen kann?
00:23:55: Das ist ja architektonisch wieder ganz anders vom Stil her auch für Jünger als der Tanzzahl und das ehemalige Gasthaus.
00:24:03: Also bewusst konzipiert so als einsichtiger Ort letztlich auch.
00:24:09: Ist
00:24:09: einfach von dem Prinzipien her.
00:24:12: Wir wollten den Bestand, also die Geschichte des Hauses im Bestand auch sichtbar lassen.
00:24:19: Deshalb die Scheunentore und so... Und man sieht es hier auch in der Gestaltung, wir sind im Innenraum hier im Feuer, aber das ist der Außenputz sowohl im Haupthaus als auch in den Scheunen.
00:24:34: Aber alles was neue Bauteile sind, die sollten Neu sein.
00:24:40: Die müssen jetzt nicht, da sind dann diese schönen Verschalungen oder viel Glas und sowohl hier also in diesem Foyer als auch man kann das so beschreiben Jetzt gibt es eben diese Scheune von der wir dann reinkommen unser großer Theater-Saal Und dahinter haben wir noch mal neu gebaut.
00:25:03: Da ist das Studio.
00:25:04: Wir haben im Prinzip die Scheune auch eingepackt.
00:25:08: Darüber ohne dass man an der Schreune was machen muss, hatten wir dann aber deutliche energetische Verbesserungen.
00:25:17: Weil die Anbau hinten auch dazu führt, dass es da die neuen Mauern mit Abstand von der Scheune – wo wir auch Sozialräume haben und Arbeitsräume gerade Rogen haben – das ist ja in der Architektur so, dass man dann fünf Fliegen mit sieben Klappen schlägt!
00:25:40: Dann gleich eine bessere Energiebilanz hinkriegt und eine Barrierefreiheit.
00:25:45: Aber die Scheune bleibt die Scheunen, wenn wir die uns jetzt auch anschauen ... Die hat auch voll den Charakter von
00:25:50: einer Scheune,
00:25:51: obwohl sie jetzt ein Theaterraum ist.
00:25:53: Ja
00:25:53: dann gehen wir da mal rüber zur Scheune.
00:26:04: Da wird gearbeitet?
00:26:06: Morgen Jungs!
00:26:09: Also das ist die Scheuna aber wir sind ja im oberen Teil der Scheune weil der unterer Teil ist ja noch Teil des Foyets und des Eingangsbereichs.
00:26:16: Genau
00:26:18: Ist das eine Zwischendecke?
00:26:20: Oder der Heubboden, der ehemalige?
00:26:23: Ja.
00:26:25: Also diese Zwischendecke ist historisch.
00:26:28: Die gab es auch vorher.
00:26:31: Unter unserer Theaterscheine, wo wir jetzt stehen und gerade so aufgebaut haben, dass unerzipzig Leute Platz finden, waren die Ställe.
00:26:43: Und hier oben in der Scheune waren das Stroh und das Heu gab es dann diese Lücken, wo das runter in die Stelle geborfen werden konnte.
00:26:53: Und das haben wir jetzt im Umbau professionalisiert und den wir hinten auch angebaut haben – das Prinzip, dass dadurch auch energetische Sanierungen möglich sind wie eine Hinterbühne hatten.
00:27:03: Früher mussten wir raus ins Freie und quasi über einen Leid dahinten rein um da zu spielen als Schauspieler und wie gesagt früher musste das Publikum aus dem Haupthaus raus in die Kälte und wieder rein in die Schäume.
00:27:20: Das ist alles jetzt ein Gebäude, und die Bühne ist ja von der Fläche her schön groß also ähnlich wie die Flächen wenn wir auf Tour gehen.
00:27:33: es sind zehn Meter in der Breite und acht in der Tiefe Und die ersten vier Meter in dieser Tiefe können wir auch herausbauen.
00:27:43: Dann haben wir nur noch vier Meter Tiefe, haben wir bei manchen Produktionen so und können auf zwei Hundert Dettselstühlen.
00:27:50: Und das ist schon viel.
00:27:52: also im Regelbetrieb diese hundertzig-hundertfünfundsechzig, die wir haben an diesem Standort bis zu zweihundert.
00:28:02: Da haben wir eben drüben den alten Tanzahl der bis hundert Bestut werden kann wenn wir nur hinten in der Guckastenbühne spielen, die dieser Saal auch hat.
00:28:13: Ein neuer Studium, ein Anbau des schöner interessanter Raumes.
00:28:18: Weil der hoch ist sehr hoch und da können wir bis zu neunzig Plätze bestuhlen.
00:28:24: Also drei Spielorte letztlich hier?
00:28:27: Ja.
00:28:30: Und werden die auch zeitgleich bespielt?
00:28:32: Nein, zeitgähre ich nicht aber versetzt!
00:28:35: Wir haben dann mittags einen Kindertheater im Saal und abends eine Assembleaufführung in der Scheune.
00:28:42: Ich habe es im Programm schon gesehen, das ist wahnsinnig dicht.
00:28:45: Also ich hab das Gefühl hier, es ist ständig was los aber...
00:28:48: Ja ja also das ist so eine Sache die wir früh angefangen haben.
00:28:54: Im schwäbischen sagt man ja der Lapper muss nauf Der Lapper ist da vorhanden.
00:28:59: Okay
00:29:00: Also immer muss etwas passieren Immer also zumindest am Wochenende als ein Freitagsamstag oder Sonntag wo wenn nicht spielen gibt's nicht außer wir haben Ferien.
00:29:11: Und dann tritt ja auch oft ein, dass wir auf Tour gehen.
00:29:14: Wir haben das die eine Produktion ist auf Tour, der andere ist hier oder wir buchen dann Gastspiele ein wenn wir weg sind.
00:29:23: Ah, die kommen auch noch?
00:29:25: Ja, wir sind schon auch ein... Also die Besonderheit ist schon, dass we ein produzierendes Theater sind.
00:29:32: Wir machen fünf bis acht Prämieren pro Spielzeit Manchmal auch Premiere nur draußen, in Teiligungsformaten.
00:29:41: Marktplatz im der Gemeinde X. Aber wir waren immer und da sind wir bis heute ein Ort für Künstler der Region.
00:29:50: Es sind einige Kleinkünstler die erfolgreich wurden haben bei uns angefangen wo wir sagen ja komm doch einmal Monat machst du hier deine Show Das buchen wir immer so ein, wo jetzt Zeit wird dann auch vermehrt auf Tour gegangen sind.
00:30:10: Es ist ja auch nur über diese Gäste dieses Prinzip Freitagsabendstag und Sonntag gibt es hier immer was.
00:30:16: Du kannst dir immer herkommen muss gar nicht gucken was gespielt wird.
00:30:18: das wollten wir und deshalb sind wir da auch in Parken noch für andere Gruppen.
00:30:24: Manchmal ist es so wie lausenden Bühnenbild hier an der Scheune stehen Geht da nichts anderes, dann ist eben ein Game-Abend.
00:30:32: Das sind weder im Vier-, der vierte Raum eher oder im Studio oder im Saal und ...
00:30:40: Sind ja auch immer Ressourcen die Leute, die das immer aufabbauen müssen?
00:30:44: Aber es sind hier viele Festangestellte dabei?
00:30:47: Ja wir sind... Also das ist auch etwas was wir seit wir Stellen aufgebaut haben in den neunziger Jahren.
00:30:56: Wir sind ja eine Unternehmung der Verbindlichkeit nach innen und nach außen, also mit unseren Partnern wo wir regelmäßig spielen und von denen wir auch Zuschüsse kriegen.
00:31:08: Aber auch wenn wir junge Leute anstellen... Ich habe das nie gemacht mit Jahresverträgen.
00:31:16: entweder machen wir was zusammen und gehen den Weg und dann geht er weit und wenn er nicht weit geht muss man halt reden.
00:31:23: aber so ein Prinzip jetzt wie junge Schauspieler anzustellen weil sie billiger sind Wenn sie dann teuer werden und das in eine Entfristung, an einer Festanstaltung rutschen könnte.
00:31:37: Diese Schwelle ist mir egal.
00:31:39: Also wenn jemand bleibt, dann bleibt der.
00:31:43: Und deshalb sind wir eben auch ein Privattheater, dass eben nicht die Produktionsteams für die Produktion zusammenstellt sondern wir haben unsere Abteilungen.
00:31:55: Wir hören die Jungs sehen gerade, wir hatten auch Probleme zum Beispiel genügend Techniker zu finden.
00:32:02: Aber wir haben hier – das ist vielleicht ein Vorteil zur Stadt im ländlichen Raum da keine Probleme Leute zu finden, die das lernen wollen.
00:32:10: und jetzt bilden wir einfach aus seit mehrere Jahren ordentlich und übernehmen die Leute zum Teil.
00:32:17: So dann haben wir das und wie gesagt auf der Schauspiel-Seite haben wir unser festes Ensemble Und auch in der Verwaltung.
00:32:30: Zusammengezählt sind wir dann, wenn man sich Leute fest angestellt und je nachdem was für Projekte wir machen haben wir dann auch noch genauso viele Menschen in unserem Umfeld eine große Unternehmung geworden mit einem jetzt im Durchschnitt der letzten jahregesamtetat von immer mal knapp drüber oder unter den zwei Millionen Also dreihundertfünfzig Veranstaltungen im Jahr, grob jetzt wieder.
00:32:59: Jetzt kommen wir wieder an die Zahlen ran von vor Corona wo bei ungefähr zweihundert hier sind also Veranstalten alle auch Lesungen auch kleinere und hundertfünftig draußen.
00:33:12: Ja, dreieinhalb Fünfzig jeden Tag wird gespielt als eigentlich
00:33:16: wenn man es um übersetzen würde da jeden tag eine Vorstellung.
00:33:20: ja
00:33:21: Also wir sind jetzt aus der Scheune rausgegangen, gehen jetzt diese Treppe nach unten und kommen eigentlich jetzt beim Foyer da an wo die Leute normalerweise reingehen.
00:33:32: Jetzt kennen wir ja gerade so wie wenn die Vorstellung aus ist.
00:33:36: Ja
00:33:36: man kann sagen das Haus hat sich noch mal komplett transformiert seit derzeit seit oneinzehnundachtzig als die ersten Produktionen hier gezeigt worden sind.
00:33:45: Ja total für mich war eine Linke auf immer etwas was noch wächst was werden muss auf allen Ebenen, aber auch vom Gebäude her.
00:33:55: Dass dann eben große Umbau der Zeit aus dem Neunzehnten fertig war, da ging es jetzt schon Richtung Theater oder Veranstaltungsinfrastruktur mit Barrierefreiheit und Astronomie usw.
00:34:09: Ja vielen Dank Herr Hallmeyer dass ich die Chance heute hatte sie hier für einen Rundgang zu gewinnen.
00:34:14: also das ist ein ganz besonderer Einblick vor allem weil Sie ja diese Geschichte nochmal ganz anders erfahrbar machen können für die Hörnern, dass sie einfach von den Anfangsjahren von einundachtzig weg dabei waren.
00:34:26: Ja danke auch, also danke auch wenn Sie das Sie gekommen sind und Interesse zeigen an der Geschichte dieses Theaters.
00:34:36: und wie gesagt wir sind auch ein bisschen stolz was wir hier geschaffen haben und sind echt auch froh dass wir jetzt auch diesen Preis gewonnen haben, weil wir schon damit kämpfen müssen, dass man uns sieht.
00:34:54: Dass man uns wahrnimmt – das ist noch lange nicht dieses Verhältnis von Stadt und Land.
00:34:59: Da kann man noch viel machen.
00:35:01: Ländliche Räume werden oft als defizitär beschrieben.
00:35:04: Und somit alles was von dort kommt, die Kunst.
00:35:07: Das ist so nicht!
00:35:09: In unsere Theatergeschichten finden oft hier einen Ausgangspunkt in lokalen Stoffen wo wir einfach recherchieren und hochinteressante Geschichten entdecken, die auch mit der großen Weltpolitik korrespondierender geht es nicht nur um Dorfgeschichten.
00:35:26: Und eben diese Eigenart wie wir es machen als ein Baustein in einer bunten Kulturlandschaft ist schon wertvoll!
00:35:38: Wenn es eine Interesse gibt von Menschen über ihre Arbeit oder den Podcast dann... Dann kommen sie vielleicht auch über diesen Weg zu uns und darüber freuen wir uns.
00:35:51: Wir sind damit am Ende unseres heutigen Rundgangs, ich muss sagen, ich bin wahnsinnig beeindruckt von dieser unglaublichen Entwicklung die dieses Theater hingelegt hat.
00:36:00: Von einer freien Gruppe Anfang der achtziger Jahre gegründet ein bis zwei Vorstellungen pro Jahr ist es heute eine eigene Stiftung mit Feste angestellten die gemeinsam dreihundertfünfzig Veranstaltungen wuppen und mehr als fünfhundertvierzigtausend Besuchende im Jahr erreichen.
00:36:18: Diese Professionalisierung in der Struktur spiegelt sich vor allem auch im Gebäude wieder, an dem sich die zeitliche umbauliche Entwicklung noch mal sehr gut ablesen lässt – das ehemalige alte Gasthaus mit dem alten Theatersaal, der Anbau mit Foyer, der den Übergang zur ehemalligen Scheune bildet.
00:36:35: Heute kann hier an vier Orten gespielt werden!
00:36:38: Für mich hat der Besuch aber vor allem auch gezeigt, was es heißt wenn von der Vielfalt der deutschen Theater Szene die Rede ist.
00:36:46: Es sind eben nicht allein die urbanen Zentren mit ihrer hohen Theaterdichte wie zu dieser Vielfald beitragen sondern vor allem auf Orte wie hier in Mälchingen.
00:36:55: Orte ihr Entzugang zur Theater ermöglichen und das aber auch darüber dass sie sich nicht ausschließlich als Theater begreifen sondern als ein Begegnungsort der sich in sämtliche Richtungen hinöffnet und Angebote für die Leute macht.
00:37:09: Das Lindenhof ist eine Institution, die vielleicht auf nationaler Ebene noch nicht so vielen bekannt ist.
00:37:15: Aber in der Region ist es eindeutig ein kulturelles Zentrum – eine feste Größe!
00:37:21: Liebe Hörnde, kommen Sie selbst vorbei, besuchen Sie das Theater Lindenhoff und machen sich ein Bild von diesem besonderen Ort.
00:37:29: Damit verabschiede ich mich für heute und grüße sie von der Schwäbischen Alb.
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